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Nachrichten Europäischer Bürgerinitiativen

ZUM SCHUTZE DES LEBENS UND DER MENSCHENWÜRDE

EBI


 

Das Magazin "Titanic",

 

Herausgeber:

Titanic Verlag GmbH& Co.KG

Am Treptower Park 28-30

12435 Berlin

bringt "passend" in der Karwoche, einen Tag vor Karfreitag,

eine widerliche Karikatur als Titelbild:

 

Den gekreuzigten Herrn Jesus Christus, 

mit verdrehten Augen und dümmlichen Blick,

davor ein Priester in Soutane,

der Mundverkehr simuliert!

 

Warum lassen wir uns das gefallen?

 

 

 

 Titanic Verlag GmbH&Co.KG

 

 

Verlag:
Titanic Verlag GmbH&Co.KG
Am Treptower Park 28-30
12435 Berlin
Tel.: 030 747 55 511
Fax: 030 747 55 599
E-Mail: verlag@titanic-magazin.de

 

 

Redaktion:
Sophienstr. 8
60487 Frankfurt/M.
Tel.: 0 69 - 9 70 50 40
Fax: 0 69 - 97 05 04 97
E-Mail: info@titanic-magazin.de

 Wer steckt dahinter ?

   
 Deutscher Presserat

Fritschestr. 27/28
10585 Berlin

Tel: 030- 367007- 0
Fax: 030- 367007- 20

E-Mail: beschwerde@presserat.de

 

Hinweis: Beschwerde beim Presserat gemäß Ziffer 10 – Religion, Weltanschauung, Sitte .
Die Presse verzichtet darauf, religiöse, weltan-schauliche oder sittliche Überzeugungen zu schmähen

   
 Staatsanwaltschaft Frankfurt

60313 Frankfurt am Main
Konrad-Adenauer-Straße 20
Tel.: 069 / 13 67 - 01
Fax: 069 / 13 67 - 21 00

 

(Anm.: Die "Initiative Nie wieder! e.V." hat Strafanzeige wegen Verstoß gegen & 166 StGB gestellt).

Je mehr Strafanzeigen bei den Staatsanwalt-schaften eingehen, um so besser.

Da das Magazin "Titanic" und der Internet-Auftritt in der ganzen Bundesrepublik erworben bzw. eingesehen werden kann, kann die Strafanzeige an jede nächstliegende Staatsanwaltschaft gerichtet werden!!!

 

 

Was sich da die Verantwortlichen des Magazins "TITANIC"

und der Internet-Seite www.titanic-magazin.de

leisteten, ist wirklich fast nicht mehr zu überbieten!

 

Einen derartigen Haß, Spott und Hohn,

eine derartige Verachtung und Stimmungsmache gegen

die katholische Kirchen hat Deutschland

seit der November- Pogrome 1938  nicht mehr erlebt.

 

Die Toleranzgrenze ist bei weitem überschritten.

 

 

Kann man mit uns Christen wirklich alles machen?

 

 

 

Christenverhöhnung als Volkssport: Blasphemie wird nicht durch Meinungsfreiheit gedeckt
„Wir Christen sind zu lasch und zu tolerant"
 

Die feindselige Stimmung gegen Christentum und Kirche nimmt zu, vor allem seitens der Fernsehanstalten, aber auch im Bereich von Kunst und Kabarett.

Der Papst-Besuch in Deutschland wurde von vielen Medien erwartungsgemäß miesgeredet, wobei sich besonders der Hessische Rotfunk hervortat. Passend zu den Berliner Protesten linker und homosexueller Gruppen brachte dieser ein „Satire"-Stück mit „Hetze primitivster Art", wie es in einer Beschwerde des Limburger, Bischofs ´Paul Kamphaus`, an den Intendanten des Senders heißt.

In dem Machwerk wurden Kreuz und Altarsakrament übel verspottet und „die katholische Kirche praktisch als Verbrechersyndikat hingestellt", so der keineswegs als konservativ geltende Limburger Oberhirte.

Die TV-Polemik, die unter dem Titel „Wotan gegen Wojtyla" am 25. Juni ausgestrahlt wurde, befaßte sich mit ihrem liebsten Haßobjekt: katholische Kirche und Papst. Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung bezeichnete das Schmierenstück als „Kirchenverhöhnung".


Meinungsfreiheit ist für die Demokratie nicht nur eine Zier, sondern substanziell.

Beleidigungsfreiheit und Hetzkampagnen gegen alles, was Christen heilig ist, widersprechen aber nicht nur dem guten Geschmack, sondern treten Toleranz und Fairneß mit Füßen.

Friedrich der Große, Preußens aufgeklärter Monarch, schrieb kurz vor seinem Tod an den Spötter Voltaire:

„Die Toleranz muß jedem Bürger die Freiheit lassen, zu glauben, was er will. Aber sie darf nicht soweit gehn, daß sie die Frechheit und Zügellosigkeit junger Hitzköpfe gutheißt, die etwas vom Volk Verehrtes dreist beschimpft. "


Leider wehren sich Christen zu wenig gegen feindselige und gotteslästerliche Attacken. Fehlt es ihnen an Selbstbewußtsein —von Sendungsbewußtsein ganz zu schweigen?

Mit Recht hat Kurt Morneweg, Direktor des Mitteldeutschen Rundfunks in Thüringen beklagt, daß Christen „zu lasch und tolerant" auf Verunglimpfungen ihres Glaubens reagieren.

„Wir Christen sind solche Rindviecher, daß wir uns das gefallen lassen!", erklärte der Rundfunkmann in einer Rede, die sich kritisch mit dem Kruzifix-Urteil befaßte. Wenigstens dieser fatale Spruch aus Karlsruhe sorgte für Proteste empörter Christen, aber auch für Kritik seitens vernünftiger Zeitgenossen, die wissen, daß die deutsche und europäische Kultur ohne christliche Werte und Mäßstäbe undenkbar ist.

Wer das Christentum angreift, vergreift sich auch zugleich an den geistigen Fundamenten unseres Gemeinwesens.

Ein Staat ohne ethische und metaphysische Verankerung verliert über kurz oder lang seine Legitimation. Die Väter des Grundgesetzes haben dies beachtet, als sie in der Präambel die „Verantwortung vor Gott" betonten.
Wer sich hierzulande kirchenfeindlich oder blasphemisch gebärdet, kann mit wohlwollendem Interesse der Sensationsblätter und Fernsehanstalten rechnen. Der Westdeutsche Rundfunk bewies dies am 19. Juli wieder auf seine Art: der provozierende Auftritt von zwei Nackten auf dem Hauptaltar des Kölner Doms flimmerte in allen nordrhein-westfälischen Programmen über die Mattscheibe. Daraufhin empörte sich Prälat Läufer in der Kölner Kirchenzeitung, der Dom sei als „Tollhaus" mißbraucht und die „unsägliche Liste der Verhöhnungen von Katholiken" um ein weiteres frivoles Beispiel erweitert worden. Hoffentlich finde sich kein Richter, so der Chefredakteur des Bistumsblattes, der das widerliche Spektakel als „Kunstaktion" einstufe.
 

Noch unverfrorener, weil von gewalttätiger Mentalität, waren die Krawalle gegen Erzbischof Johannes Dyba, und die katholischen CV-Studenten Anfang Juni in Marburg. Zynische Sprechchöre gegen den Fuldaer Oberhirten (z.B.:„Dyba, fahr zur Hölle!"): und tätliche Angriffe gegen junge Gottesdienstbesucher führten weder zu öffentlicher „Betroffenheit" hierfür zuständiger Gutmenschen noch zu Lichterketten oder gar empörten TV-Berichten.

Gibt es also Beleidigungsfreiheit in unserem Land, wenn gläubige Christen attackiert werden?

Hat ein als konservativ geltender Bischof keinen Anspruch auf Toleranz?

Sachkritik ist jedem unbenommen. Doch Haß zerstört den inneren Frieden; Diffamierung ist kein Ersatz für Argumente; Blasphemie ist einer Kulturnation unwürdig.


In seinem beachtlichen Artikel „Tabubruch Blasphemie" brachte Rainer Zitelmann in der Zeitung "Die Welt" die Sache auf den Punkt:

„Niemandem in Deutschland würde es einfallen, andere Religionen — zum Beispiel das Judentum oder den Islam —

in ähnlicher Weise zu diffamieren, weil man weiß, daß solche Tabubrüche gesellschaftlich sofort sanktioniert würden."

 

Wie lange wird es dauern, so fragt man sich, bis auch die Toleranz gegenüber der christlichen Mehrheit zur gesellschaftlichen Selbstverständlichkeit wird?

(Dieser erstklassige Beitrag stammt von Günter Stiff(†) und wurde im August 1996 veröffentlicht. Günter Stiff war Gründer und Herausgeber der katholischen Jugendzeitschrift „Komm mit" und des gleichnamigen Kalenders.)

 

Entscheidung des Presserates zur

Titanic-Sataire  "Jesus am Kreuz"

- Grenzwertig aber nicht grenzüberschreitend

Mitglieder des Beschwerdeausschusses

des Presserats:

   
Ursula Ernst-Flaskamp, Redakteurin bei der Augsburger Allgemeine   Hermann Neusser,  Verleger  des Bonner-General-Anzeigers   Katrin Saft, Ressortleiterin Sächsische Zeitung
       

Ute Kaiser, dju   Eckhard Stengel, dju   Volker Stennei, Verlagsleiter und Chefredakteur

Mit dieser Entscheidung empfehlen wir dem Presserat,

sich umgehend aufzulösen.

Für wie dumm halten diese "Damen und Herren" ihre Mitbürger?

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Widerspruch

 

Bescheid der Staatsanwaltschaft Frankfurt

Herrn Oberstaatsanwalt Claude

18 Strafanzeigen gegen das Magazin "Titanic" landeten auf

dem Schreibtisch des Herrn  OStA Jörg Claude.

Der Herr Staatsanwalt befreite sich mit einem "Rundschlag" von diesen lästigen Anzeigen

und lehnte die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens ab.

Wir können uns über so viel Dekadenz in der Justiz

nur noch schämen!!!

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Strafanzeige

 
 

Proteststurm gegen

„Titanic“-Titelbild wird stärker

Beschwerdeflut beim Deutschen Presserat – Vier Strafanzeigen.

Frankfurt am Main (idea) – Der Proteststurm gegen das aktuelle Titelbild des Satiremagazins „Titanic“ (Frankfurt am Main) wird stärker. Wie der Deutsche Presserat (Berlin) am 12. April auf idea-Anfrage mitteilte, seien bislang etwa 150 Beschwerden eingegangen, so viele wie seit den dänischen Mohammed-Karikaturen vor vier Jahren nicht mehr.
 

Auf dem Titanic-Titel ist zu sehen, wie ein Priester vor dem am Kreuz hängenden Jesus kniet. Kritiker deuten die Szene so, dass der Geistliche den Gekreuzigten mit dem Mund sexuell befriedigt. Das Heft spielt damit auf den Missbrauchsskandal in kirchlichen Einrichtungen an. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main sprach am 12. April von mittlerweile vier eingegangenen Strafanzeigen. Die Entscheidung, ob Ermittlungen aufgenommen werden, soll im Laufe der Woche fallen. Der Beschwerdeausschuss des Presserats wird sich voraussichtlich Ende Mai mit den eingegangenen Beschwerden befassen. Während von der EKD, der Deutschen Bischofskonferenz und der Deutschen Evangelischen Allianz keine Stellungnahme zu erhalten war, kommt aus der Politik inzwischen scharfe Kritik. Der Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsministerium Thomas Rachel (Berlin), sagte gegenüber idea: „Es handelt sich hierbei um eine durchsichtige Provokation zur Steigerung der Auflage, die völlig geschmacklos ist.“

 

Redaktion soll sich entschuldigen

Der Sprecher des Arbeitskreises Engagierter Katholiken in der CDU, Martin Lohmann (Bonn), bezeichnete das Titelbild als „eine üble Beleidigung christlich-religiöser Empfindungen und eine primitive Missachtung von Anstand, Toleranz und Respekt“. Die Darstellung sei schamlos und verletzend. Lohmann: „Dem verantwortlichen Redakteur ist zu raten, sich in aller Form öffentlich zu entschuldigen und sich von dieser gotteslästerlichen Entgleisung zu distanzieren.“ Zuvor hatte der CSU-Bundestagsabgeordnete Norbert Geis (Aschaffenburg) in der katholischen Zeitung „Die Tagespost“ (Würzburg) an die Staatsanwaltschaft appelliert, gegen die Veröffentlichung einzuschreiten. Die Meinungsfreiheit gelte nicht schrankenlos. Der Rechtsexperte: „Wenn sie in Beschimpfung (Schmähkritik) ausartete, verlässt sie den Boden der Verfassung und ist nach den Normen des Strafgesetzbuches zu beurteilen. Das gilt auch im vorliegenden Fall.“ Im Online-Netzwerk Facebook melden sich sowohl Kritiker als auch Unterstützer des Titelbilds zu Wort. Über 1.400 Bürger protestieren „aufs Schärfste gegen das aktuelle Titanic Cover“. Mehr als 3.000 Internetnutzer unterstützen dagegen die umstrittene Darstellung.

 

Rüge wegen Verstoßes gegen die Menschenwürde

Das Magazin ist für provozierende Veröffentlichungen und Tabubrüche bekannt. Im März hatte Titanic-Online vom Presserat eine öffentliche Rüge wegen eines Verstoßes gegen die Menschenwürde (Ziffer 1 des Pressekodex) erhalten. Die Zeitschrift hatte im Internet mehrere Cartoons zum Tod des Fußballtorwarts Robert Enke veröffentlicht. Der 32-Jährige hatte sich im November das Leben genommen. Er litt jahrelang an Depressionen.

 

Bereits 1995 Kruzifix auf dem Titel

Mit der neuerlichen Kritik gehen die Redakteure gelassen um. Im Internet werden aufgezeichnete Anrufe von Lesern veröffentlicht, die sich über das Titelbild beschweren. Zudem werden Postkarten und Poster der umstrittenen Veröffentlichung zum Kauf angeboten, die man dann in seinem Osterfeuer verbrennen könne, so die Titanic-Redaktion. Ferner erinnert das Blatt an eine ähnliche Verunglimpfung vor 15 Jahren. Nach dem Kruzifix-Urteil des Bundesverfassungsgerichts veröffentlichte das Magazin auf dem Titel das Bild eines am Kreuz hängenden Jesus mit einer Klorolle in den Händen. Darunter in großen Lettern die Frage: „Spielt Jesus noch eine Rolle?“

 

Titanic: Reaktionen sind unverständlich

Der Chefredakteur des Blattes, Leo Fischer, äußerte gegenüber dem Informationsdienst Meedia sein Unverständnis über die Proteste. „Wir von Titanic sehen hier einen Priester, der sich hingebungsvoll einem Kruzifix zuwendet – vielleicht in demütiger Anbetung, vielleicht poliert und entstaubt er das heilige Utensil sogar, zum Wohlgefallen des Heilands.“ Die Tatsache, dass die Kirche selbst bisher keine Stellung zu dem Titel genommen habe, zeige, „dass die Kirchenoberen die Botschaft dahinter sehr wohl verstanden haben“. Das Blatt hat eine Druckauflage von etwa 100.000 Exemplaren. Zu den Gesellschaftern gehört der Komiker Otto Waalkes (Hamburg).

Quelle: idea.de,13. April 2010

 
 

Unüberbietbare Besudelung
 










 

Die "Titanic"-Karikatur ist strafbar -- Auf Meinungsfreiheit kann sich das Blatt nicht berufen - Von Norbert Geis / Die Tagespost.
 


Die Hetze gegen die katholische Kirche findet kein Ende. Die Schreiberlinge in den Redaktionsstuben gebärden sich wie losgelassene Kettenhunde. Der Papst ist lächerlichen und kleinkarierten Angriffen ausgesetzt. Gegen Bischof Mixa werden in der Presse bodenlose Vorwürfe erhoben. Den vorläufigen Gipfel aber hat sich die Zeitschrift "Titanic" geleistet. Auf dem Titelblatt der Aprilausgabe wird der gekreuzigte Christus in einer Weise verhöhnt, wie man es sich primitiver kaum vorstellen kann.

Wenn der Schutz vor Beschimpfung des religiösen Bekenntnisses (Paragraf 166 StGB) Sinn macht und nicht nur auf dem Papier steht, muss in diesem Fall die Staatsanwaltschaft einschreiten. Nach Paragraf 166 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft "wer öffentlich oder durch Verbreitung von Schriften" das religiöse Bekenntnis anderer in einer Weise beschimpft, "die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören".

Das Titelbild der Aprilausgabe des Satiremagazins "Titanic" nimmt die Missbrauchsskandale in der katholischen Kirche zum Anlass, einen katholischen Bischof zu zeigen, der seinen Kopf dem Geschlechtsbereich des gekreuzigten Heilands zuneigt. Das Gesicht des Gekreuzigten wird mit dem Ausdruck eines blöden Menschen dargestellt. Darunter ist in großen Buchstaben geschrieben "Kirche Heute". Zumindest mit diesem Hinweis auf den Missbrauchsskandal ist die Abbildung der Haltung des Bischofs eindeutig. Nur ein sehr einfältiges Gemüt kann dies anders deuten. Die vom Bundesverfassungsgericht immer wieder geforderte "Eindeutigkeit" der das religiöse Bekenntnis verletzenden Handlung ist somit gegeben (Bundesverfassungsgericht, 1. Senat, Beschluss der 1. Kammer vom 01.08.2001, AZ: 1 BvR 1906/97, Schmähkritik).

Die Meinungsfreiheit und damit die Pressefreiheit ist für eine freie Gesellschaft ein hohes Gut. Sie ist geradezu konstitutiv für eine freie Demokratie. Sie wird deshalb auch als Grundrecht im Katalog der Grundrechte unserer Verfassung aufgeführt (Art. 5 GG). Die Meinungsfreiheit gilt aber nicht schrankenlos. Wenn sie in Beschimpfung (Schmähkritik) ausartet, verlässt sie den Boden der Verfassung und ist nach den Normen des Strafgesetzbuches zu beurteilen. Das gilt auch im vorliegenden Fall. Nach Paragraf 166 StGB muss das Tatbestandsmerkmal "beschimpfen" vorliegen. Damit ist gemeint, dass die Beschimpfung in einer besonders herabsetzenden Weise erfolgt und dass darin eine besondere Missachtung zum Ausdruck kommen muss. Auch dies trifft für das Titelbild der Aprilausgabe der "Titanic" zu. Eine größere Missachtung des Kreuzes und der Würdenträger der katholischen Kirche und damit der Kirche selbst, ist kaum denkbar. Die Besudelung des Kreuzes ist nicht mehr zu überbieten.

Auch die weitere Voraussetzung des in Paragraf 166 StGB normierten Tatbestandes, die Eignung zur Störung des öffentlichen Friedens, liegt vor. Der öffentliche Frieden ist nämlich nicht dann erst gestört, wenn die Gefahr von Molotowcocktails droht. Eine Friedensstörung ist "nicht erst mit dem Entstehen eines Klimas offener oder latenter Feindschaft anzunehmen, das sich jederzeit in Gewalt und Gegengewalt entladen kann, sondern schon dann, wenn Menschen nicht mehr in einer Gesellschaft leben können, ohne befürchten zu müssen, um ihres Glaubens willen diskriminiert zu werden und Schmähungen ausgesetzt zu sein, gegen die man sich letztlich nicht wehren kann" (Entscheidung des Oberlandesgerichtes Nürnberg (Strafsenat) vom 23.06.1998, AZ: Ws 1603/97). Durch das fragliche Titelbild werden sowohl das Bekenntnis des katholischen Glaubens als auch die Kirche beschimpft. Bei keiner anderen Religion, schon gar nicht beim Islam, würden die Staatsanwaltschaften über eine solche krasse Beschimpfung hinweggehen. Es darf daher nicht der Eindruck entstehen, gegenüber den katholischen Gläubigen dürfte jeder sich alles erlauben. Deshalb ist im vorliegenden Fall die Verfolgung durch die Staatsanwaltschaft geboten.

Allerdings geht es nicht nur um den Schutz der Gläubigen und der Kirche vor Beschimpfung, es geht letztlich auch um die Grundlagen unserer Demokratie. Das Christentum ist für die moderne Welt unverzichtbar. Das heißt nicht, dass die Kirche das Reich Gottes in der Sphäre des Politischen aufrichten will. Die Kirche will nicht den perfekten Staat schaffen. Diesen Verirrungen der Utopisten und Ideologen ist die Kirche nie gefolgt. Vielmehr trennt sie den Bereich der Politik von dem Bereich der Theologie. Darauf hat unser Papst, damals noch als Joseph Kardinal Ratzinger, in verschiedenen Texten hingewiesen. Er hat immer schon jeden Enthusiasmus abgelehnt, der "Gottes Reich zum politischen Programm zu erheben versucht". Er weist aber, in Anlehnung an Böckenförde, darauf hin, dass der säkulare Staat ohne Ethos keinen Bestand haben kann. Dieses Ethos kann der Staat sich nicht selbst beschaffen und nicht selbst garantieren (Böckenförde).

Dazu braucht er die Hilfe von Institutionen wie die Kirche. Denn dieses Ethos ist letztlich nur theologisch begründbar, wie Ratzinger ausführte: "Der christliche Glauben erweckt das Gewissen und begründet das Ethos. Er gibt der praktischen Vernunft Inhalt und Weg". Ratzinger sieht die eigentliche Gefahr unserer Zeit, den Kern unserer Kulturkrise, in der "Destabilisierung des Ethos". Diese Destabilisierung des Ethos hat die Destabilisierung unseres freiheitlichen demokratischen Staatswesens zur Folge. Das übersehen all diejenigen, die glauben, die Kirche mit Schmutz bewerfen und sie in der Öffentlichkeit herabwürdigen zu müssen. In ihrer blinden Arroganz nehmen sie nicht wahr, dass sie dabei an dem Ast sägen, auf dem sie selbst sitzen. Das merken aber auch die nicht, die den Angriff auf die Kirche schweigend hinnehmen. Es ist jetzt Zeit, aufzustehen. Die Müdigkeit und Mutlosigkeit der Guten ist der Vorteil des Bösen. Diese Warnung von Pius XII. hat heute mehr denn je Gültigkeit.

Quelle: Die Tagespost, 10.4.2010

 

 

Wider die feigen Gotteslästerer










 

Ein deutsches Magazin bricht ein Tabu – und niemand in Kirche und Politik protestiert - Ein Kommentar von Helmut Matthies


München (kath.net/idea)
Wer je geglaubt hat, alle Tabus seien schon gebrochen, erlebte zum Osterfest, dass er sich getäuscht hat. Hunderttausendfach prangt an Kiosken oder in Buchhandlungen das Titelblatt eines Magazins, auf dem in Großaufnahme zu verstehen gegeben wird, dass sich ein Geistlicher am Geschlechtsteil von Jesus Christus zu schaffen macht, während der Heiland der Welt auf schlimmste Weise stirbt: Er verreckt am Kreuz. Sex mit dem sterbenden Jesus – das war bislang geradezu undenkbar.

Jetzt ist es Wirklichkeit geworden durch das deutsche Satiremagazin „Titanic“ aus Frankfurt am Main.
So viel Blasphemie gab es noch nie! Die Herausgeber bieten den Titel auch noch als Hintergrundbild für den Computerbildschirm zum Herunterladen an.

Wenn es Mohammed wäre

Darf Satire sogar eine solche Grenze an Schamlosigkeit gegenüber dem Sohn Gottes, nach dem sich immerhin fast zwei Drittel der Deutschen nennen, überschreiten? Dabei war das Blatt mit nach eigenen Angaben hunderttausend Auflage feige: Warum dann nicht auch Mohammed im Sex mit einem Imam vereint – um sozusagen religiös ausgewogen zu diffamieren?

Das wagte das Blatt natürlich nicht! Das hätte ja nicht nur einen Aufschrei gegeben. Zahllose deutsche Botschaften in aller Welt hätten in Flammen gestanden, und halb Deutschland wäre über Ostern im bürgerkriegsähnlichen Zustand gewesen, denn auch die mittlerweile 4,3 Millionen Muslime in Deutschland hätten sich das nicht bieten lassen. Das zeigen die Erfahrungen mit den vergleichsweise harmlosen dänischen Anti-Mohammed-Karikaturen 2005.

Dass zu Ostern in Berlin von mutmaßlich Linksradikalen am Karfreitag eine nackte Jesus-Figur verkehrt herum ans Kreuz genagelt wurde, regte immerhin das Boulevardblatt „Berliner Kurier“ auf.

Warum wird geschwiegen?

Doch zu der unvergleichlich schlimmeren Gotteslästerung des „Titanic“-Magazins gab es keinen Aufschrei, obwohl täglich Hunderttausende mit dem blasphemischen Titelblatt an Kiosken und in Buchhandlungen konfrontiert werden. Spekulieren wir mal über die Gründe: Hat das Schweigen damit zu tun, dass man sich sagt: Es ist eben Satire?

Doch darf man einfach hinnehmen, dass an den wichtigsten christlichen Feiertagen der Kreuzestod Jesu derart gotteslästerlich missbraucht wird?

Merkwürdig ist jedenfalls: Wenn einmal irgendein Kirchenleiter in idea kritisiert wird, wird er meist sofort von anderer Seite in Schutz genommen. Ist der Herr der Kirche weniger wichtig als der Kollege oder die Kollegin?

Oder hat man Angst, als humorlos, prüde oder altmodisch zu gelten, wenn man den Herrn der Kirche vor so viel Schweinerei in Schutz nimmt?

Die Kirchen baten um Verzeihung

Oder ist man kirchlicherseits so erschüttert über die sexuellen Missbrauchsskandale, dass man lieber schweigt? Doch kann das Versagen Einzelner in den Kirchen je diese Blasphemie rechtfertigen? Im Übrigen haben der Papst, katholische Bischöfe wie evangelische Kirchenleiter die Missbrauchsfälle mit scharfen Worten missbilligt, um Verzeihung gebeten und Maßnahmen getroffen, die Ähnliches künftig verhindern sollen.

… und was ist mit den anderen?

Im Gegensatz dazu hat sich die vor allem aus der SED hervorgegangene Linkspartei bisher mit keinem Wort für die zahllosen Missbrauchsfälle zur DDR-Zeit in den 474 staatlichen Kinderheimen – besonders den 32 sogenannten Jugendwerkhöfen für Schwererziehbare – entschuldigt, die Honecker & Co. errichten ließen. Tatsache ist, dass auch von den jetzt die Kirchen scharf kritisierenden „Grünen“ bisher keine Distanzierung von sogar pro-pädophilen Aussagen einzelner Repräsentanten aus den 1970er und 1980er Jahren erfolgte.

Die Kirchen wissen, dass sie auf Sündern – angefangen vom „Fels“ Petrus – aufbauen. Sie haben im Falle des sexuellen Missbrauchs schmerzlich erfahren müssen, dass sie Sünden nicht erkannt oder benannt haben. So versuchen sie gegenwärtig, Buße zu tun und sich um Wiedergutmachung zu bemühen.

Das unterscheidet sie von anderen – auch anderen Religionen. Zu dem furchtbaren Massaker mit 40 Toten in Moskau haben sich Islamisten bekannt. Wo sind die muslimischen Führer, die erklären, Gewalt im Namen des Korans sei nicht legitim? Übte jemand Gewalt, ob sexuell oder anderer Art, im Namen Jesu aus, könnte er sich nicht auf das Neue Testament und schon gar nicht auf den Herrn der Kirche berufen.

Quelle: kath.net 8.4.2010
 

 

 

„Die Karikatur ist strafbar“


Der Bonner Staatsrechtler Josef Isensee

zur Jesusdarstellung im Satiremagazin „Titanic“
DT vom 06.04.2010 - Von Oliver Maksan


Herr Professor, halten Sie die April-Titelseite von „Titanic“, die die Deutung zulässt, dass ein Bischof im Oralverkehr mit dem Gekreuzigten zu sehen ist, für justiziabel?

Es kommt darauf an, ob man hier den Tatbestand einer Religionsbeschimpfung sieht, wie ihn das Strafgesetzbuch vorsieht. Im Heft wurde der Inbegriff des Christentums, nämlich der Erlöser am Kreuz, in einer sexuellen Beziehung zu einem Bischof dargestellt. Das ist eine bewusste Schmähung der Kirche. Freilich sieht das Gesetz vor, dass nur eine Beschimpfung strafbar ist, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören. Das ist eine nicht ganz einfach zu fassende Kategorie. Der öffentliche Friede bezieht sich auf das gesellschaftliche Klima, in dem das allgemeine Rechtsvertrauen gedeiht. Ein Klima, so heißt es in der Kommentarliteratur, in dem nicht einzelne Bevölkerungsgruppen, also hier Christen, zu geistigem Freiwild, zu Parias der Gesellschaft gemacht oder sonst ausgegrenzt werden, und zwar unabhängig davon, ob auf diese Weise ein latentes Gewaltpotenzial produziert wird. Ich würde das auch so formulieren, dass die Anhänger der beschimpften Religion nicht Grund zur Furcht haben müssen, hier zu leben. Insofern bin ich der Meinung, dass diese Karikatur den Straftatbestand erfüllt.

Paragraf 166 schützt also nur den öffentlichen Frieden, er schützt keine religiösen Gefühle der Gläubigen und schon gar nicht Gottes Rechte.

So ist es. Der säkulare Staat ist gar nicht fähig, das Rechtsgut der Ehre Gottes überhaupt als Rechtsgut zu erkennen. Er hat nur innerweltliche Zwecke zu schützen. Die Religion und die Anhänger einer Religion müssen sich in einer offenen Gesellschaft Äußerungen von anderen prinzipiell gefallenlassen, gleich ob sie sie moralisch oder unmoralisch, für geschmacklos oder hinnehmbar halten. Das ist das Schicksal einer offenen freiheitlichen Grundrechtsgesellschaft. Gefühle sind also als solche nicht schutzfähig. Es muss sich schon um so etwas wie eine kollektive Ehre handeln und um das gesamtgesellschaftliche Klima, in dem man leben kann, ohne nachhaltige Diskriminierung fürchten zu müssen.

Das ist alles etwas schwammig...

So ist es auch, aber so ganz trennscharfe Gründe gibt es nicht. Die Rechtspraxis wird im Zweifel immer für die Meinungs- und Kunstfreiheit sein und gegen den Schutz religiöser Gefühle. Es ist also nicht unbedingt der öffentliche Friede, der hier unmittelbar geschützt wird; unmittelbar wird so etwas wie die Ehre der Religionsanhänger und ihrer Gemeinschaft geschützt. Aber freilich nur insoweit, wie sie für den öffentlichen Frieden überhaupt von Bedeutung ist. Ich meine nur, wenn man die Fälle, in denen die Religionsbeschimpfung angenommen wurde, als Vergleichsgröße nimmt, dann ist dies eine solche Religionsbeschimpfung.

Würden Sie sich eine Änderung des Paragrafen 166 wünschen?

Nein. So schwierig es ist: Auch die Religionsgemeinschaften müssen aushalten, was eben eine freie Gesellschaft auch an Unflat hervorbringt – bis zu einer gewissen Grenze jedenfalls. Wenn der strafrechtliche Schutz weiter gedehnt wird und damit die Eingriffsmöglichkeiten stärker werden, dann wird jene Religion, die übersensibel reagiert, davon einseitig profitieren – und zwar der Islam. Das dann aber in einem Maße, dass die Meinungs- und Kunstfreiheit in unserem Lande dann schon in ernsthafte Schwierigkeiten geraten würden. Die Kirchen haben Übung darin, wie sie mit Blasphemie umgehen: durch Ignorierung und Ironisierung.